Satzung

Satzung der Deutschen Gesellschaft für Lesen und Schreiben

Stand 17.11.2006

Artikel 1: Name und Sitz der Gesellschaft
Die Gesellschaft führt den Namen „Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben e. V. (DGLS)“. Sie hat ihren Sitz in Hamburg und ist dort in das Vereinsregister eingetragen. Sie ist eine Sektion der International Reading Association.

Artikel 2: Zweck der Gesellschaft
Die DGLS ist eine gemeinnützige Gesellschaft für alle Personen des deutschen Sprach-gebietes, die an Problemen des Lesens und Schreibens auf allen Altersstufen interes-siert sind. Die Ziele sind:
a) Anregung und Förderung von wissenschaftlichen Forschungsvorhaben auf den Gebieten des Lesens und Schreibens,
b) Durchführung eines Informationsdienstes im Bereich des Lesens und Schreibens; Veröffentlichungen von Untersuchungen sowie von diagnostischen und methodischen Hilfsmitteln,
c) Mithilfe bei der Aufstellung von Lehrerausbildungs- und –fortbildungsprogrammen,
d) Durchführung von Tagungen und Kongressen; Bildung von thematisch akzentuierten Arbeitsgruppen.
Die Gesellschaft ist der International Reading Association (IRA) angeschlossen. Um eine Zusammenarbeit der beiden Gesellschaften zu gewährleisten, müssen alle Mitglieder des Vorstandes der DGLS auch Mitglieder der IRA sein.
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der gemeinnützigkeitsrechtlichen Bestimmungen der Abgabenordnung 1977.
Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Interes-sen. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft.
Sie dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft keinen Anteil am Vermögen der Gesellschaft erhalten. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Artikel 3: Benutzung der Einrichtungen
Die Einrichtungen der Gesellschaft stehen allen Mitgliedern zur Verfügung. Inwieweit ausnahmsweise andere Personen die Einrichtungen der Gesellschaft benutzen dürfen, bestimmt der Vorstand.

Artikel 4: Rechnungsjahr
Das Rechnungsjahr beginnt am 1. Januar jeden Kalenderjahres und endet am 31. Dezember desselben Jahres.

Artikel 5: Mitgliedschaft
Mitgliedschaft in der DGLS ist allen natürlichen und juristischen Personen möglich, die die Ziele der Gesellschaft vertreten. Der Antrag auf Aufnahme ist schriftlich zu stellen; über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
Die Mitgliedschaft in der Gesellschaft wird durch die Zahlung des jährlichen Mitgliedsbei-trages rechtskräftig.
Der Beitrag ist im voraus für jedes Jahr zu leisten.
Die Höhe des Jahresbeitrages wird durch die Jahreshauptversammlung auf Vorschlag des Vorstandes festgesetzt.
Die Mitgliedschaft erlischt
a) durch Tod; bei juristischen Personen durch Liquidation;
b) durch schriftlich erklärten Austritt;
c) durch Ausschluss. Dieser kann nur aus wichtigen Gründen auf Beschluss des Vor-standes erfolgen. Gegen die Entscheidung des Vorstandes steht dem Mitglied die Berufung an die nächste Mitgliederversammlung zu. Diese entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit endgültig.

Artikel 6: Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind:
a) die Mitgliederversammlung;
b) der Vorstand.

Artikel 7: Die Mitgliederversammlung
a) Die ordentliche Mitgliederversammlung wird mindestens einmal jährlich einberufen.
b) Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt mindestens zwei Wochen vorher durch schriftliche Benachrichtigung der Mitglieder mit Angabe einer vorläufigen Ta-gesordnung.
c) Der Vorstand kann aus besonderem Anlass eine außerordentliche Mitgliederversamm-lung einberufen. Er muss sie einberufen, wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder dies unter Angabe des Zweckes und der Gründe schriftlich verlangt.
d) Die Mitgliederversammlung entscheidet insbesondere über
1. den Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr,
2. die Kassenführung,
3. die Entlastung des Vorstandes,
4. Satzungsänderungen,
5. die Höhe der Mitgliedsbeiträge,
6. die Richtlinien für die Arbeit der Gesellschaft und für die durchzuführenden Aufga-ben,
7. die zur Abstimmung gestellten Anträge,
8. eine etwaige Auflösung der Gesellschaft.
Jedes Mitglied hat das Recht, Anträge an die Mitgliederversammlung zu stellen. Sie müssen schriftlich mindestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung beim Vor-stand eingegangen sein. Dieser legt sie der Mitgliederversammlung vor. Anträge, die - ohne in unmittelbarem Zusammenhang mit den Verhandlungspunkten zu stehen -
verspätet eingebracht werden, werden zwar entgegengenommen, doch entscheidet die Versammlung mit einfacher Stimmenmehrheit, ob sie sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt beraten werden sollen.
Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind Niederschriften anzufertigen, die den Mitgliedern in vereinsinternen Publikationen zugänglich gemacht werden.
Jedes Mitglied hat das Recht der Einsichtnahme in die von Verhandlungen und Be-schlüssen angefertigten Niederschriften.

Artikel 8: Der Vorstand
Der Vorstand besteht aus sieben Personen, die von der Mitgliederversammlung in geheimer Wahl für zwei Jahre gewählt werden. Jedes Mitglied ist als Vorstandsmitglied der Gesellschaft wählbar.
Der Vorstand klärt intern die Aufgabenverteilung und bestimmt aus seiner Mitte
a) eine Präsidentin
b) eine Vizepräsidentin
c) eine Schatzmeisterin
d) eine Schriftführerin
e) drei Beisitzerinnen.
Der neu gewählte Vorstand hält innerhalb von vier Wochen nach seiner Wahl seine konstituierende Sitzung ab. Hierzu lädt das Vorstandsmitglied ein, das bei der Wahl die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Damit übernimmt der neue Vorstand die Amtsgeschäfte. Er legt die Aufgabenverteilung fest, gibt sich eine Geschäftsordnung und teilt beides unverzüglich den Mitgliedern mit.
Die Präsidentin ist das ausführende Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Sie präsidiert bei allen Versammlungen der Gesellschaft; unterzeichnet alle Verträge und andere Vereinbarungen der Gesellschaft; sie führt zusätzlich alle Aufgaben durch, die von der Mitgliederversammlung beschlossen werden. Sie ist zur gerichtlichen und außergerichtlichen Vertretung der Gesellschaft berechtigt.
Die Vizepräsidentin übernimmt die Aufgaben der Präsidentin im Falle der Abwesenheit oder des Rücktritts der Präsidentin.
Die Schriftführerin ist verantwortlich für Protokollführung über die Vorstandssitzungen und die Mitgliederversammlungen.
Die Schatzmeisterin
a) ist verantwortlich für die Aufnahme der Mitglieder und das Führen des Mitgliederverzeichnis;
b) führt die Kasse der Gesellschaft, welche auf den Namen der Gesellschaft bei einer durch den Vorstand benannten Bank deponiert wird;
c) lässt jährlich die Kassenprüfung vornehmen.

Artikel 9: Aufgaben des Vorstandes
a) Dem Vorstand obliegt die Leitung der Gesellschaft nach der Maßgabe der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.
b) Der Vorstand ist für die Herausgabe der DGLS-Schriften und für die Vertretung in der IRA zuständig.
c) Der Vorstand setzt Zeit, Ort und Tagesordnung der Mitgliederversammlung fest.
d) Der Vorstand hat die Geschäfts- und Kassenführung fortlaufend zu überwachen und der Mitgliederversammlung über die Tätigkeit der Gesellschaft Rechnung zu geben.
e) Der Vorstand kann von geeigneten Personen und Stellen Beihilfen zur Förderung des Zwecks der Gesellschaft erbitten und entscheidet über die Annahme solcher Beihilfen.
f) Der Vorstand verwaltet die Mittel der Gesellschaft unter Berücksichtigung der von der Mitgliederversammlung gefasster Beschlüsse.
g) Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt, beschließt der Vorstand über alle Angelegenheiten der Gesellschaft. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der Präsidentin.
h) Über die Beschlüsse des Vorstandes sind Protokolle anzufertigen, die den Mitgliedern in vereinsinternen Publikationen zugänglich gemacht werden.

Artikel 10: Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung
a) Soweit Gesetz und Satzung nicht anders bestimmen, gelten folgende Bestimmungen:
1. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn seine Mitglieder ordnungsgemäß (laut Ge-schäftsordnung) eingeladen und mindestens vier anwesend sind.
2. Beschlüsse werden im Vorstand und in der Mitgliederversammlung durch einfache Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit in der Mitgliederversammlung gilt ein Antrag als abgelehnt.
a) Über Anträge auf Satzungsänderungen darf nur abgestimmt werden, wenn dieser Punkt auf der Tagesordnung steht. Diese Änderungen können nur mit Dreiviertel-mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden.

Artikel 11: Abstimmung und Wahl
a) Abstimmungen geschehen, soweit die Satzung nicht anders bestimmt, in der von der Mitgliederversammlung mit Stimmenmehrheit beschlossenen Form.
b) Die Wahlen zum Vorstand sind geheim. Jedes Mitglied verfügt über sieben Stimmen, jedoch nur eine pro Kandidatin. Als gewählt gelten die Kandidatinnen mit den meisten Stimmen.

Artikel 12: Verwendung der Vereinsmittel
a) Mittel des Vereins dürfen nur satzungsgemäß verwendet werden.
b) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.

Artikel 13: Auflösung der Gesellschaft
a) Die Auflösung der Gesellschaft kann nur in einer Mitgliederversammlung beschlossen werden, bei der mindestens 3/4 aller Mitglieder anwesend sind und davon mindestens 2/3 der Auflösung zustimmen. Wird die Anwesenheit oder ordnungsgemäße Vertre-tung von 3/4 der Mitglieder bei der ersten Versammlung nicht erreicht, so beschließt diese einen Termin, zu dem eine neue Versammlung - frühestens nach Ablauf einer Woche, aber innerhalb längstens vier Wochen - einzuberufen ist, die dann mit einfa-cher Stimmenmehrheit der Erschienenen über die Auflösung beschließt.
b) Bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft oder bei Wegfall des bisherigen Zwecks fällt das Vermögen der Gesellschaft an den Deutschen Kinderschutzbund e.V. Hannover.